KI – Macht – Weiblichkeit
Vortrag
Künstliche Intelligenz prägt unseren Alltag, die Wirtschaft und gesellschaftliche Prozesse. Doch bislang wird sie zu rund 74 Prozent von Männern entwickelt und genutzt. Studien zeigen: Im Vordergrund stehen Effizienz und Strukturveränderung, während Empathie, Ethik und Vielfalt zu kurz kommen.
Demnach nutzen Frauen KI seltener. Sei es, weil ihnen die Technologie fremd erscheint und sie sich nicht im Detail damit beschäftigen möchten. Oder weil sie – zu Recht – Datenklau und digitale Gewalt befürchten. Die Brisanz zeigt sich im aktuellen Fall der Schauspielerin Collien Fernandes, von der pornographische Bilder mit KI erzeugt und im Netz verbreitet wurden.
Es erwartet Sie ein spannender Vortrag mit Impulsen und Lösungsvorschlägen, dazu das World-Café-Format für den Austausch untereinander und eine Diskussion im Plenum zum Abschluss.
Inhalt
Referent(en) und Funktion: Frank Müller und Fee Arnold, Institut für Demokratie und künstliche Intelligenz in Tübingen (IDemKI)
Dieser Vortrags- und Diskussionsabend gibt praxisnahe Einblicke:
- Wie beeinflussen männlich geprägte Narrative von Stärke und Kontrolle das Design von KI und die Darstellung von Geschlechtlichkeit und Diversität?
- Verstärkt Künstliche Intelligenz den Gender Gap – und wie zeigt sich das in Forschung, Beruf und Alltag?
- Welche Chancen entstehen, wenn Frauen und diverse Perspektiven mehr Einfluss im Feld der KI erhalten?
- Welche Angebote fördern gezielt KI-Kompetenzen unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Interessen und Denkweisen?
- Wie lässt sich „AI Literacy“ in Aus- und Weiterbildung so gestalten, dass sie nicht nur technisch, sondern auch
empathisch und inklusiv wird – zum Vorteil aller?
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung (lpb)
Wichtige Infos
Ort
Innovationszentrum WESTSPITZE
Eisenbahnstrasse 1
72072 Tübingen
Termin(e)
10. Juni 2026 | 19:00 – 21:00 Uhr
Kosten
kostenfrei